
Das zweisprachig angelegte, 128 Seiten starke Buch „Wohlfühlraum – RESOPAL® 2011>>“ empfiehlt sich Architekten, Designern und Planern als aktuelles praktisches Arbeitsmittel. Darüber hinaus bietet es Resopalkunden die Gelegenheit, auf erfolgreiche Vorzeigeobjekte zu verweisen. Die im Titel kommunizierte Zusage der langfristigen Lieferbereitschaft weit über das Jahr 2011 hinaus bietet nicht nur Planungssicherheit, sondern fördert auch die Kreativität, von der sich Resopal wiederum Rückschlagskraft erhofft. Nicht zuletzt vervollständigt das Buch die seit 2003 erscheinenden Publikationen und schreibt die Kulturgeschichte über das Unternehmen und sein Produkt mit einem neuen Kapitel zum Ziel der Nachhaltigkeit fort.
Resopal ist nun Mitglied in der DGNB. Die DGNB ist die "Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen".
Verantwortungsvoll
Resopal erhält FSC-Siegel
Pünktlich zur 5. „status_KULT“-Messe Mitte Februar erreicht Resopal die Erfolgsmeldung: Das Unternehmen darf in Zukunft das FSC-Siegel tragen. Es gilt weltweit als eindeutiger Indikator dafür, dass ein Erzeugnis aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Damit gehört Resopal einmal mehr zu den Vorreitern, wenn es darum geht, Ressourcen gemäß den sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen zu nutzen. Für das Unternehmen ist die FSC-Zertifizierung ein weiterer wichtiger Nachweis über die beständige Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie.
Anfang Februar unterzog sich der Schichtstoffhersteller, der Papier und Holz verarbeitet, freiwillig dem strengen Prüfverfahren des Forest Stewardship Council (FSC). Der FSC wurde 1996 von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft sowie Interessenvertretern einheimischer Völker als weltweite, unabhängige und gemeinnützige Organisation mit dem Ziel gegründet, den Erhalt der Wälder durch ihre umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung zu gewährleisten.
Mit der Zertifizierung unterstützt Resopal diese Mission als ein Glied in der Be- und Verarbeitungskette. Anhand anspruchsvoller, überprüfbarer und weltweit vergleichbarer Kriterien kontrolliert der FSC die lückenlose Weitergabe von zertifiziertem Material über den gesamten Prozess. Der Verbraucher erhält mit dem System der Verarbeitungskettenzertifizierung die Garantie, dass Holzprodukte mit FSC-Logo tatsächlich von einem zertifizierten und verantwortungsvoll bewirtschafteten Forstbetrieb stammen, dass dieses Holz auf dem Weg über die Be- und Verarbeiter sowie Händler bis hin zum Endverbraucher nicht mit unkontrolliertem Holz vermischt wird und dass die Ware eindeutig identifizierbar ist.
Für Resopal bildet die FSC-Zertifizierung, die nun jährlich überwacht wird, neben der PEFC-Zertifizierung sowie mehreren Auszeichnungen für die praktizierte Unternehmensphilosophie „Projekt M“, dem Bezug von Ökostrom und dem Engagement für nachhaltige Energiewirtschaft eine weitere wichtige Komponente in der Nachhaltigkeitsstrategie.


Zu 100 % ökologisch
RE-Y-STONE® revolutioniert die Raumgestaltung
Mit einer Weltneuheit befreit sich die Raumgestaltung aus den Grenzen ihrer bisherigen Möglichkeiten. Impulsgeber dieser Initiative ist das Unternehmen Resopal. Auf einer Pressekonferenz am 5. November 2010 stellte Geschäftsführer Donald Schaefer eine zusammen mit Partnern entwickelte Biokompositplatte unter dem Namen „RE-Y-STONE®“ vor. Sie besteht vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen und bringt diese Natürlichkeit auch ästhetisch zum Ausdruck. Kunden hilft die Innovation, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten auch architektonisch umzusetzen.
„RE-Y-STONE®“ setzt sich aus recycelten Kern- und Dekorpapieren und einem natürlichen Harz zusammen. Das Harz entsteht auf der Basis der so genannten Bagasse. Dabei handelt es sich um ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung, das sich beim Auspressen des Zuckersaftes aus den Zuckerrohrpflanzen bildet. Bagasse sind faserige Überreste, die zu 40 bis 60 Prozent aus Zellulose, zu 20 bis 30 Prozent aus einem in pflanzlicher Biomasse vorkommenden Gemisch aus Vielfachzuckern und zu etwa 20 Prozent aus Lignin, ein die Pflanze festigender und verholzender Stoff, bestehen.
Zusammen mit der Dekodur GmbH & Co. KG, Hirschhorn, und der Hans Schmid GmbH & Co. KG, Gronau, entwickelt, produziert und vertreibt Resopal den neuartigen Verbundwerkstoff. Der Name weist mit „RE“ auf die hundertprozentige Nutzung so genannter Post-Consumer-Altpapiere, also Papiere, Kartonagen oder Holzfasern, die nach ihrer Nutzung gesammelt und recycelt wurden. „STONE“ bezeichnet nicht nur die Herkunft der Materialien aus der Natur, sondern auch die Eigenschaften der Innovation. Das Bioharz besitzt nach dem Aushärten duroplastische Eigenschaften und bildet mit den Naturfasern eine harte, mechanisch hoch belastbare, dimensionsstabile Platte mit widerstandsfähiger Oberfläche. Sie ist beständig gegen viele haushaltsübliche Reiniger und Chemikalien und nur äußerst schwer in Brand zu setzen.
In der Verbindung mit dem „Y“ beansprucht der Name „RE-Y“ in seiner spanischen Übersetzung nachweislich alle königlichen Qualitäten in Sachen Nachhaltigkeit. Der TÜV Rheinland zeichnete das neue Produkt mit dem Zertifikat „LGA-schadstoffgeprüft“ aus und belegt damit, dass die Schadstoffemissionen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Auch am Ende seines grundsätzlich langen Produktlebenszyklus dürfte „RE-Y-STONE®“ überzeugen. Aufgrund seines hohen Heizwertes eignet es sich für die CO2-neutrale thermische Verwertung ebenso wie für die Wiederverwendung als Füllstoff in so genannten Holz-Kunststoff-Verbundstoffen.
Natürlich und ästhetisch
Unternehmen, die sich ein nachhaltiges Image geben wollen, bietet das neue Produkt erstmals nicht nur eine ökologische Alternative, dieses auch architektonisch umzusetzen, sondern auch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Mit schwarzem oder braunem Kern zeigt sich die Platte an ihrer Oberfläche in den vielfältigen Gesichtern der Natur. Farbe liefern recycelte Dekorpapiere oder natürliche Materialien; als Vorlagen für die Strukturgeber fungieren getrocknete Wurzelfasern, Schieferreliefs, feine Luftbläschen, Pergament, dickflüssiges Baumharz oder Regentropfen. Die drei Firmen der „RE-Y-STONE®“-Allianz liefern die Platte in einer Vielzahl von Abmessungen, Dicken und Oberflächenausführungen. In Dicken unter 3 mm erhöhen Trägermaterialien die Funktionsbreite; in größeren Dicken sind die Platten ausgesprochen dimensionsstabil und biegesteif und daher selbsttragend.

Die Resopal GmbH in Groß-Umstadt unterzeichnete am 23. September einen Drei-Jahres-Vertrag mit dem Ökostromanbieter Entega aus Darmstadt. Der Schichtstoffhersteller nutzte den 1. Tag der Nachhaltigkeit in Hessen, um seine Vorbildfunktion auf dem Weg in eine sozial gerechte, umweltverträgliche und wirtschaftlich solide Zukunft zu untermauern. Unterstützung erfuhr das Unternehmen aus der Politik. Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich, der Landrat des Kreises Darmstadt-Dieburg Klaus Peter Schellhaas und Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert würdigten das unternehmerische Engagement für Nachhaltigkeit, das Resopal bereits seit mehr als zehn Jahren in Form von „Projekt M“ lebt.
„Wir übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter, deren Familien und die Zukunft derer Kinder“, erläuterte Resopal-Geschäftsführer Donald Schaefer die Leitlinie des Projektes, und Lucia Puttrich bestärkte ihn: „Genau das ist Nachhaltigkeit. Verantwortung übernehmen und an die Menschen denken, die nach uns auf dieser Erde leben.“ Die Politikerin betonte allerdings, dass sich Nachhaltigkeit nicht allein auf die Umwelt konzentriere.
Resopal baut deshalb nach Aussage von Donald Schaefer an allen drei Säulen der Nachhaltigkeit: „Bei Resopal arbeiten inzwischen mehr als 600 Mitarbeiter. 13 Auszubildende begannen im August. Unser Umweltkonzept gewinnt durch die PEFC-Zertifizierung, eine der größten Solarstromanlagen Hessens auf dem Dach unserer Lagerhalle und den zukünftigen Bezug von Ökostrom weiter an Glaubwürdigkeit. Im November werden wir ein neues, hundertprozentig ökologisches Produkt vorstellen. Resopal ist der innovationsstärkste Schichtstoffhersteller weltweit.“ Der Erfolg, der sich mit den Aktivitäten für mehr Nachhaltigkeit einstelle, so Schaefer, bilde die Basis, um wiederum neue Arbeitsplätze zu schaffen und in weitere Schritte zum Umweltschutz zu investieren.
Dazu gehört, dass Resopal seinen riesigen Strombedarf in den nächsten drei Jahren zu 100 Prozent mit physischer Wasserkraft deckt. Dank des Vertrages mit der Entega, nach eigenen Angaben Deutschlands größter Ökostromanbieter und erster klimaneutraler Dienstleister, spart Resopal im Vergleich zum Bezug von konventionell erzeugtem Strom jährlich circa 13.000 Tonnen CO2 ein.
Zusammen mit dem neuen Partner folgte der Schichtstoffhersteller am 23. September dem Aufruf der Landesregierung und organisierte unter dem Motto „vielfältig, nachhaltig, hessisch“ ein Mitmachprogramm für die Bevölkerung. Ein Rohstoffparcours zeigte die Entstehung des Schichtstoffs vom Baum bis zum Raumgestaltungsobjekt und die PEFC-Zertifizierung entlang der Holzwerkstoffkette. Im CO2-Klassenzimmer lernten die Besucher anschaulich, was Klimaneutralität bedeutet. Die Resopal-Auszubildenden informierten über die Ausbildung bei Resopal und stellten die Unternehmensphilosophie vor. Probefahrten mit dem Elektroroller weckten Interesse für leise und CO2-freie Mobilität. Köstlichkeiten aus der Region brachten die Besucher auf den Geschmack.
Landrat Klaus Peter Schellhaas lobte die Initiative nicht zuletzt deswegen, weil sich damit die Frage, wo Nachhaltigkeit beginne, erübrige. Nachhaltigkeit sei nicht immer einfach und stoße möglicherweise auch an Grenzen. Resopal zeige allerdings mit seinem Handeln vorbildlich und kontinuierlich, dass auch der Einzelne mit kleinen Schritten etwas tun kann.

