Die Materialität der Farbe
![]() Motel, Raststätte Nürnberg-Feucht (Ost), an der Autobahn A 9Helle Farben bleiben optisch auf der Außenhaut. Das Gebäude scheint aus einer äußeren Fassade und einem dahinter liegenden Innern zu bestehen. Satte, kräftige Farben dagegen scheinen tiefer einzudringen bzw. aus dem Gebäude zu strahlen. Sie bleiben nicht bloß Anstrich, sondern verbinden sich mit dem Gegenstand. Nicht der Baukörper ist rot, sondern umgekehrt: die Farbe Rot wird als körperhaft empfunden. Die Farbe wird zum Material und Gegenstand, zum Gebäude selbst. Sie verdeckt nicht die Materialität der Baustoffe, sondern wird selbst zum Material. Mehr noch: Sie bringt Tiefe und Bedeutung, Geheimnis und Sinnlichkeit, Lust und Erleben in die Architektur. Die Farbe gibt dem Gebäude seine eigentliche Identität. Je kräftiger und dunkler die Fassadenfarbe, umso niedriger ist ihre Lichtreflexion (vgl. Hellbezugswert der Bauphysik) und umso stärker wird sich eine Fassade bei Sonneneinstrahlung erwärmen. Insbesondere bei modernen Wärmedämmsystemen kann es dadurch zu hohen Temperaturdifferenzen zwischen der Außenhaut und dem Inneren kommen, was in vielen Werkstoffen zu Spannungsrissbildung führen kann. Die Festigkeit von RESOPLAN® erlaubt den problemlosen Einsatz selbst dunkelster Farben wie Anthrazit und Schwarz. |

